20. November 2016


Für andere zu Schreiben ist der schönste Beruf, den es gibt. Na ja, nicht immer.

Aber in den letzten vier bis sechs Wochen habe ich es wieder sehr genossen. Das Rollenspiel nämlich. Wo kann man – ausser im Theater – so oft die Rollen wechseln?

Erkläre einem Zehn- oder Elfjährigen, was es mit der Atomausstiegs-Initiative auf sich hat. Zeige die stringenten Parallelen auf, die ein Goebbels aus dem Buch «Die Psychologie der Massen» abgeleitet hat, und die Donald Trump vermutlich mit zum Wahlsieg verhalfen.


Ghostwriter macht sich klein

Macht Spass: Kleinen Leuten grosse Zusammenhänge plausibel machen

Oder: bringe einen neu gewählten Stiftungsratspräsidenten in eine gute Startposition. Mit einer «staatsmännischen» Rede. Oder: denke dir eine witzige Rede aus für eine absolut spitzenmässige Amateurköchin, die ihren siebzigsten Geburtstag feiert.

Und parallel dazu: treibe ein Buchprojekt voran, bei dem es um eine Gedichtsammlung geht.


Ghostwriter in der richtigen Richtung

Macht Spass: Mit grosser Geste die richtige Richtung aufzeigen


Auf so vielen unterschiedlichen Hochzeiten zu tanzen ist nur in wenigen Berufsgattungen erlaubt. Sicher, wie oben schon angetönt, das ist kein durchgehender Höhenrausch. Da stecken wie überall auch Zweifel drin. Und die Frage «Warum mache ich das überhaupt?»

Aber diese Frage, nicht ganz so direkt und öffentlich, stellen sich auch höchste Magistraten. Ich habe kürzlich «unseren» Wirtschaftsminister und gegenwärtigen Bundespräsidenten Johann Schneider-Ammann an einem speziellen Anlass gehört. Auch er sprach nicht nur vom Zuckerschlecken und von erfolgsgeschwängertem Machtgefühl.

Jetzt muss aber genau die Frage meinerseits auch beantwortet werden. «Warum machen Sie das überhaupt, Herr Rodenhausen?» – Weil es für mich eine besondere Herausforderung ist, mich mit neuen, unbekannten Themen zu befassen. Und vor allem, weil es Freude macht, eine Rede (oder ein Buch) so zu verfassen, dass es den Ton des Auftraggebers trifft.


Rückmeldung Der richtige Ton

Macht Spass: Ab und zu eine Bestätigung aus berufenem Munde zu hören

Apropos Auftraggeber(innen). Auch diese Frage stellt man mir oft: «Wo sagst du Nein. Machst Du auch solche Dinge wie Bachelor-Arbeiten und so?» – Jein! – Siehe dazu auch > «Ghostwriting und Lügengeschichten» in dieser Blog-Sammlung. Oder, falls der Links noch funktioniert: > http://www.handelszeitung.ch/management/schreiber-im-schatten.



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