1. Oktober 2019

Ich habe im letzten Blog-Beitrag («Zufälle haben viele Verwandte») versprochen, nicht mehr über das Thema Holzkohle zu referieren. Es sei denn…

Es sei denn, es käme mir ein Zufall so in die Quere, dass ich einfach darüber stolpern muss. – Es kam mir nicht nur ein Zufall, sondern auch ein Turm in die Quere. Der Aussichtsturm von Lyss. Mit vier, über 30 Meter hohen, Douglas-Stämmen als Eckpfeiler. Der Holzturm wurde im Dezember 2009 eingeweiht.

Und jetzt, im September 2019, feierte der Trägerverein das zehnjährige Bestehen. Da konnte ich nicht anders: genau dort musste die Vernissage sein, um das Buch HOLZKOHLE vorzustellen. Mitten im Wald, gleich neben dem Turm und direkt neben einem Kohlenmeiler von Doris Wicki und Heidi Moy.



Der Turm in Lyss wurde seinerzeit vom Ingenieurbüro Holzing Maeder GmbH entworfen und geplant. Von Fritz Maeder stammt auch das Startbild des Clips aus dem Jahr 2009.

Inzwischen ist die Holzkohle fertig und zum Abkühlen und anschließenden Abpacken bereit. Und inzwischen ist das Buch in den Läden und hoffentlich bald auch bei den Leserinnen und Lesern. Nachdem ja alle von den Umwelt- und Klima-Demonstrationen wieder nach Hause gekommen sind, können Sie im Kapitel über den Wald nachlesen, was Alexander von Humboldt in ähnlichen Worten immer wieder betonte. Und das vor fast 200 Jahren:

«Fällt man die Bäume, welche Gipfel und Abhänge der Gebirge bedecken, so schafft man in allen Klimazonen kommenden Geschlechtern ein zweifaches Ungemach: Mangel an Holz und Wasser. Die Bäume sind vermöge des Wesens ihrer Transpiration und der Ausstrahlung ihrer Blätter gegen einen wolkenlosen Himmel fortwährend mit einer kühlen, dunstigen Lufthülle umgeben.»

Das Grillen oder Grillieren ist in weiten Teilen Europas noch immer ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte: Holzkohle zu kaufen aus Gebieten, wo sinnlos wertvoller Wald gerodet wird. Holzkohle zu kaufen, die über Tausende von Kilometern angeschleppt wurde. Holzkohle zu verwenden, die Menschen in anderen Ländern dringend brauchen, weil sie dort weder Strom noch Gas zum Kochen haben.

Also noch einmal: Fest versprochen, es wird keinen Blog mehr über mein HOLZKOHLE-Buch geben. Aber sicher noch etliche über Wald und Bäume …

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